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santésuisse und Pharma präsentieren Entwicklung der Medikamentenpreise

Weiterhin grosses Einsparpotenzial bei den Medikamentenpreisen

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) kritisiert die Studie über die Medikamentenpreise: Der Krankenversicherungsverband santésuisse und die Branchenverbände der Pharmaindustrie (Interpharma, vips und Intergenerika) führen über die Medikamente seit 2009 einen Auslandpreisvergleich mit Deutschland, Dänemark, Niederlande, Grossbritannien, Frankreich und Österreich durch. Verglichen werden jedoch fälschlicherweise nicht die Publikumspreise, sondern die Fabrikabgabepreise in der Schweiz. Die Resultate sind somit nicht aussagekräftig. Weitere Preiskorrekturen müssen sofort umgesetzt werden.

Die Kostenwicklung der Medikamente zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) ist nach wie vor alarmierend, sind die Medikamentenkosten doch viel stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Augenscheinlich wird die Problematik anhand eines konkreten Beispiels: Alleine mit dem umsatzstarken Cholesterinsenker Sortis liessen sich 128 Millionen Franken im Jahr sparen, müssten hiesige Krankenkassen lediglich so viel zahlen wie die deutschen Kassen. Dies hat der ehemalige Fachspezialist des Preisüberwachers, Josef Hunkeler, im vergangenen Sommer ausgerechnet.

Zwar hat bei den Vertriebsmargen in der Tat eine Senkung von 15 auf 12 % stattgefunden. Dennoch ist die SKS der Ansicht, dass der Spielraum bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Sowohl die SKS als auch der Preisüberwacher hatten gefordert, dass die Marge nach Kanal (Apotheken, selbstdispensierende Ärzte, Spitäler) spezifiziert angepasst wird. Bald steht die nächste Runde der Preisüberprüfung vor der Tür. Die längst überfällige Anpassung an den neuen Wechselkurs muss in den anstehenden Preisverhandlungen konsequent umgesetzt werden.

“Unsere Forderung, die Vertriebsmargen weiter zu senken, ist mehr als gerechtfertigt, liegen diese in der Schweiz nach wie vor deutlich über dem Niveau sämtlicher umliegender Länder,“ lässt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS verlauten. Zudem sollen teure Originalpräparate sowie Generika konsequent nur dann von der Grundversicherung übernommen werden, wenn sie aus einem therapeutischen Grund verschrieben werden. Denn gemäss Krankenversicherungsgesetz müssen Medikamente auch «wirtschaftlich» sein, um von den Kassen bezahlt zu werden.


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