Bahntarife ab Dezember 2012 vor allem für regelmässige Bahnkunden erneut teurer
Es sind keine gute Nachrichten für die Kunden des öffentlichen Verkehrs: Die Tariferhöhungen fallen zwar weniger hoch aus als befürchtet, dennoch müssen insbesondere regelmässige Kunden deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen. Zum dritten Mal in der Folge wird beispielsweise das Generalabonnement (GA) teurer, dieses Mal um stattliche 6.3 %. Die SKS fordert eine klare Strategie für die nächsten Jahre. Zudem darf es nicht sein, dass der Preisüberwacher ausgeschaltet wird, wie es in der Bahnreform 2 angedacht ist.
Migros erhöht den Preis für Zucker und Zuckerwaren
Die Begründung der Migros, auf Anfang Februar die Preise für Zucker und Zuckerwaren zu erhöhen, hinkt: Das Angebot ist gross, die Schweizer Bauern fuhren im letzten Jahr eine Grossernte ein. Zudem hat sich der tiefe Euro-Kurs auch auf die Preise für importierten Zucker ausgewirkt.
Aufruf: Melden Sie falsche Diebstahlalarme der SKS!
Jeden Tag werden bei den Diebstahlsicherungen in Warenhäusern tausende Fehlalarme ausgelöst. Die betroffenen Kunden werden oftmals blossgestellt und wie Ladendiebe behandelt, obwohl sie überhaupt keine Schuld trifft. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ruft auf, ihr solche Vorfälle zu melden. Sie wird mit den betroffenen Unternehmen Kontakt aufnehmen, um raschmöglichst Verbesserungen zu erwirken.
Weiterhin grosses Einsparpotenzial bei den Medikamentenpreisen
Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) kritisiert die Studie über die Medikamentenpreise: Der Krankenversicherungsverband santésuisse und die Branchenverbände der Pharmaindustrie (Interpharma, vips und Intergenerika) führen über die Medikamente seit 2009 einen Auslandpreisvergleich mit Deutschland, Dänemark, Niederlande, Grossbritannien, Frankreich und Österreich durch. Verglichen werden jedoch fälschlicherweise nicht die Publikumspreise, sondern die Fabrikabgabepreise in der Schweiz. Die Resultate sind somit nicht aussagekräftig. Weitere Preiskorrekturen müssen sofort umgesetzt werden.
Der Bundesrat zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)
Das Projekt „Finanzierung und Ausbau des öffentlichen Verkehrs“ FABI erfährt keine wesentlichen Verbesserungen: Die SKS ist enttäuscht, dass der Bundesrat in der heute verabschiedeten Botschaft nicht Korrekturen vornimmt und die Weichen für einen umfassenden Ausbau des öffentlichen Verkehrs und dessen Finanzierung neu stellt. Im Gegensatz zur Initiative „Für den öffentlichen Verkehr“ will das FABI-Projekt die Fahrgäste über die geplanten Tariferhöhungen überproportional zur Kasse bitten.