Die Themen der SKS
Banken/Finanzkrise
Die Lehman-Opfer haben gezeigt, wie skandalös die Beratung der Banken zum Teil ist: keine Transparenz, keine Information und am Schluss sind die AnlegerInnen die geprellten. Die Anlageberater erhalten hohe Vertriebsvergütungen, welche eine grössere Rolle als die Anliegen der KundInnen spielen können. Die 3000 unabhängigen Vermögensverwalter unterstehen nicht einmal einer Aufsicht, obwohl sie 500–600 Milliarden Franken Vermögen verwalten. Sie verkaufen den Kunden angeblich sichere Finanzprodukte , die - wie sich oft herausstellt - viel zu riskant sind und vor allem einem Zweck dienen: die eigenen Taschen zu füllen.
Haltung der SKS
Um den Anlegerschutz zu verbessern fordert die SKS unter anderem folgende Massnahmen:
- Aufsichtspflicht für alle: Die FINMA soll nicht nur wie bisher einen Teil der Finanzdienstleister, sondern alle Anbieter überwachen
- Risikobewusstsein: Vor dem Kauf eines Anlageprodukts müssen die Bankkunden umfassend und in verständlicher Sprache auf die Risiken aufmerksam gemacht werden
- Kostentransparenz: Wer ein Finanzprodukt erwirbt, muss vor Vertragsabschluss auf alle anfallenden Kosten wie Spesen, Gebühren, Provisionen, etc. hingewiesen werden
- Erweiterte Haftung: Wenn eine Bank Bezeichnungen wie „100% kapitalgeschützt“ etc. verwendet, soll sie dafür auch haften müssen
- Beweislastumkehr: Vor Gericht soll nicht der Bankkunde die Schuld der Bank nachweisen müssen, sondern die Bank ihre Unschuld
Vorstoss von SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo
Aktuelle Situation
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat erkannt, dass Handlungsbedarf besteht und im November 2010 unter dem Titel „FINMA-Vertriebsbericht 2010“ ein Diskussionspapier vorgelegt. Die Vorschläge der FINMA gehen nach Meinung der SKS aber zu wenig weit:


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