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Hochpreisinsel Schweiz

Wechselkursgewinne gehören den Konsumenten!

Vor drei Jahren kostete ein Euro noch deutlich über 1.60 Fr. - zurzeit sind es rund 1.20 Fr.  Auch der US-Dollar befindet sich auf einem historischen Tief. Ist der Franken stark, müssten Importprodukte in der Schweiz eigentlich günstiger werden. Dies ist jedoch kaum der Fall. Die Wechselkursgewinne bleiben bei den Herstellern im Ausland und den Schweizer Anbietern hängen. Die Folge: Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten zahlen für gewisse Produkte teilweise mehr als doppelt so viel wie im benachbarten Ausland.

Lange bevor die Medien, die Parteien, der Bundesrat und andere Akteure aktiv wurden, hat die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) für eine konsequente Weitergabe der Wechselkursgewinne gekämpft. Erfahren Sie mehr dazu in der  chronologischen Auflistung der Ereignisse.

Hohe Löhne = hohe Preise?

Schweizer Detailhändler rechtfertigen ihre hohen Preise immer wieder mit den hohen Löhnen in der Schweiz. Das ist Augenwischerei. Ausgerechnet eine Studie, die im Auftrag von Migros, Coop, Denner, Valora, Manor und Charles Vögele erstellt wurde, zeigt, dass die Lohnstückkosten im Schweizer Detailhandel sogar niedriger sind als zum Beispiel in Deutschland. Mehr Informationen.

Tiefere Preise = Gefährdung von Schweizer Arbeitsplätzen?

Oft wird argumentiert, tiefere Preise würden Schweizer Arbeitsplätze gefährden. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn Schweizer Unternehmen für den Import von Gütern überteuerte Preise bezahlen müssen, fliesst dieses Geld mehrheitlich ins Ausland ab. Wird diese Preisdiskriminierung unterbunden, profitiert die Schweizer Wirtschaft gleich doppelt:
o    Einerseits kaufen wieder mehr Schweizer im Inland, anstatt im benachbarten Ausland ein.
o    Andererseits bleibt den Konsumenten bei tieferen Preisen für Importprodukte mehr Geld im Portemonnaie – Geld das für den Kauf von anderen (d.h. auch inländischen) Produkten und Dienstleistungen frei wird. Davon wird die Schweizer Wirtschaft profitieren, bestehende Arbeitsplätze werden gesichert und neue geschaffen.

Was macht die SKS?

Die SKS setzt sich dafür ein, dass die Wechselkursgewinne konsequent an die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, strebt die SKS eine Verschärfung des Kartellgesetzes an. Die SKS plant ausserdem eine Webseite, auf der die Preise von Artikeln des täglichen Bedarfs in der Schweiz und im benachbarten Ausland verglichen werden.

Was können Sie tun?

-Melden Sie uns Produkte, die in der Schweiz sehr viel teurer sind als im Ausland per E-Mail: (bitte geben Sie an, um welches Produkt es sich genau handelt, wo Sie das Produkt gekauft/gesehen haben und wieviel es in der Schweiz und im Ausland kostet).

-Unterzeichnen Sie die Petition "Stopp Hochpreisinsel" der SKS.

-Unterstützen Sie unseren Einsatz gegen die Hochpreisinsel Schweiz mit einer Spende oder werden Sie Gönner/Gönnerin der SKS.