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Die Themen der SKS

Feuerbrand

An Feuerbrand erkranken vorwiegend Apfelbäume, aber auch Birnen- und Quittenbäume. Besonders betroffen sind ökologisch wertvolle Hochstammbäume. Feuerbrand ist eine gefährliche, leicht übertragbare Erkrankung, welche durch Bakterien verursacht wird.
Im Frühjahr 2007 wurden mehr als 100 Hektaren Obstanlagen befallen, rund 10'000 Hochstammbäume wegen Befalls gefällt. Bund und Kanton beteiligten sich an den entstandenen Schäden mit 30 Millionen Franken. 2009 und 2010 waren die Schäden witterungsbedingt relativ gering.
Unter www.feuerbrand.ch ist ersichtlich, in welchen Gemeinden das antibiotikahaltige Pflanzenschutzmittel Streptomycin eingesetzt werden darf.

Haltung der SKS

Für die SKS ist der Einsatz eines Antibiotikas zur Bekämpfung des Feuerbrands nicht mit dem Ziel einer ökologischen Landwirtschaft zu vereinbahren. Auch wenn das Mittel zur Blütezeit eingesetzt wird und auf den Früchten keine Rückstände zu erwarten sind, wird mit Streptomycin ein Antibiotika gesprüht. Die Folgen für die Landwirte und die Umwelt sind zu wenig abgesichert. Bekannt ist, dass durch das Streptomycin Antibiotika-Rückstände im Honig auftreten können. Stossend ist auch, dass die Konsumentinnen und Konsumenten im Laden nicht erfahren, welche Äpfel mit Streptomycin behandelt wurden - eine Deklarationspflicht besteht nicht.
Die SKS fordert deshalb genügend Mittel und Ressourcen, um die Forschung nach alternativen Pflanzenschutz- und Anbaumethoden energisch voranzutreiben. Der Einsatz von Streptomycin darf nicht zur Regel werden.

Blog zum Thema

Medienmitteilung zur Bewilligung 2009