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Der Blog von Sara Stalder

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Der Zehnte macht Furore

Plötzlich steht ein kleiner Ratgeber im Rampenlicht: Seit über 4 Jahren publiziert die SKS kleinste Ratgeber, die ein Thema in Kürze verständlich abhandeln. Die Inhalte sind vielfältig und koordiniert mit den Jahresthemen der SKS : Geldanlegen, ökologischer Konsum, Testamentfragen oder günstiges Telefonieren sind beispielsweise Gegenstand kurzer, prägnanter Erläuterungen.

Der 10. Titel hat seit wenigen Tagen Berühmtheit erlangt und – kaum erstaunlich – wird daher bis in den hintersten Winkel durchleuchtet. Die ganze Debatte um dieses kleine SKS-Werk lenkt in Wirklichkeit vom Thema ab. Es wurden in der Zwischenzeit diverse Gefechtslinien aufgebaut:

Zuerst unterschob man dem 15-seitigen Heftchen in einem Pressebericht, dass darin Tipps zu Einkaufs-Schnäppchen im Ausland zu finden seien. Ohne den Inhalt der Broschüre zu kennen, liess der Direktor des Gewerbeverbandes aus seinen Ferien den Journalisten auf Anfrage hin wissen, dass das Veröffentlichen dieser Schrift die Streichung der Bundessubventionen für die SKS zur Folgen haben müsse.
All jene, die das Heftchen nach dieser Medien-Berichterstattung gekauft hatten, wurden enttäuscht: Inhalt der 15 Seiten sind Vorschriften, Regeln, Zahlen. Trockene Materie, die, wenn sie nicht beachtet werden, am Zoll für unliebsame Überraschungen sorgen.

Anschliessend unterstellte man dem Ratgeber, er sei ein Plagiat.
Nur zu gut erinnere ich mich an die diverse Gespräche mit unserem Projektleiter Anfang Jahr: Im Dschungel der gesetzlichen Bestimmungen – diese sind natürlich allesamt im Internet zu finden – hatte er die Aufgabe, einen einfachen verständlichen Text aus diesem Wirrwarr von Regeln zu verfassen. Aus rund 10 Websites (vom Bundesamt für Landwirtschaft, über die Post bis hin zur Zollverwaltung) und diversen telefonischen Abklärungen wurde schlussendlich ein Werk, dass die wesentlichen Bestimmungen für Konsumentinnen und Konsumenten im Fokus hat.
Die Komplexität einer Materie auf wenig Platz, in verständlicher Sprache und im richtigen Kontext wiederzugeben, das zeichnet die Miniratgeber-Serie der SKS aus.

Wen erstaunt es, dass auch der Preis des Ratgebers ins Kreuzfeuer geriet? Ich danke all diesen Konsumentinnen und Konsumenten, die verstanden haben, wieso unser Ratgeber für 9.50 Franken verkauft wird (Anmerkung: Gönnerinnen und Gönner bezahlen nur 4.50 Franken): Es gibt Nonprofit-Organisationen, die Holztierchen oder Schoggi-Taler zu einem stolzen Preis verkaufen. Die SKS ist nebst den Bundessubventionen selbst für die Finanzierung ihrer Tätigkeiten verantwortlich. Da für uns Gelder aus der Wirtschaft tabu sind, brauchen wir die Unterstützung der einzelnen Konsumentinnen und Konsumenten für unsere 85% der Selbstfinanzierung. Jeder verkaufte Ratgeber hilft also, unsere Tätigkeit weiterzuführen.

Mit diversen Strategien wird versucht, unsere wenigen Finanzierungsquellen zum Versiegen zu bringen: Die Ratgeber werden in ein schiefes Licht gerückt und aus dem Bundessubventions-Topf soll auch nichts mehr an unsere Organisation ausgeschüttet werden*. Gezielt wird darauf hingewirkt, uns zum Schweigen zu bringen.

Die grossartige Unterstützung – ideeller und finanzieller Art- , welche wir in diesen Tagen jedoch erfahren, macht uns Mut: Herzlichen Dank für all die aufmunternden Worte, die zustimmenden Mails und die ausserordentlich vielen Miniratgeber-Bestellungen!

Sara Stalder
Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

(*Bemerkung, die ich mir in diesem Zusammenhang nicht verkneifen kann: Die Schafwolle-Verwertung wurde im 2011 mit dem rund dreifachen Betrag, welcher die SKS bekommt, vom Bund subventioniert.)

 


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Nachhilfe für Gewerbeverband

Skandalös sei es, dass der Bund die Stiftung für Konsumentenschutz unterstütze, ereifert sich Hans-Ulrich Bigler in der Zeitung Zentralschweiz am Sonntag.
Der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands führt eine ganze Palette an Begründungen auf, die bei genauer Betrachtung aber nur eines zeigen: Vollkommene Unkenntnis der Materie.

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Bundesrat entdeckt die Komplexität des Eisenbahngeschäfts

Die ÖV-Preise sollen allgemein weiter steigen, so will es der Bundesrat und natürlich auch die davon profitierenden Verkehrsunternehmen. Während vor allem über die durchschnittlichen Preiserhöhungen auf dem gesamten Netz diskutiert wird, taucht auch die Frage auf, wieso einige Strecken eigentlich teurer sind als andere, so zum Beispiel die SBB-Paradestrecke Bern-Zürich.
Um dies abzuklären, hat sich Nationalrat Bastien Girod mit vier klaren Fragen an den Besitzer der SBB, den Bundesrat gewandt:

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HD-TV: Cablecom nutzt Unwissenheit ihrer Kunden aus

Wer HD-TV wolle, müsse ein teureres Abonnement abschliessen: Das will die Cablecom ihren eigenen Kunden weismachen –  und muss nun eingestehen, dass dies nicht stimmt. Doch der Reihe nach: Seit 29. Februar 2012 werden die Schweizer Fernsehsender in hoher Auflösung, sogenannter High Definition (HD)-Qualität, gesendet. Dank HD wird das Fernsehbild detailreicher, schärfer und farbechter.

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Gescheiterter Geheimzug

Ein geheimes Manöver hätte es werden sollen, doch damit ist nun nichts geworden. Klammheimlich wurde in eine Gesetzesrevision, die sich „Bahnreform 2“ nennt und zum Ziel hat, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr mit der EU zu regeln, ein Passus eingeschleust. Dieser besagte, dass zukünftig der Preisüberwacher bei Tarifanpassungen – in der Praxis sind dies ja ausschliesslich Billettpreis-Erhöhungen – nicht mehr konsultiert werden muss.

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Velo-Händler bremst aus

Vergangenen November fiel mir in Stein am Rhein folgendes Plakat auf:




Diesem Velohändler ist der Kragen geplatzt. Er toleriert es sich nicht mehr, dass ihm höhere Einstandspreise unterjubelt werden und er dann den Schweizer FahrradfahrerInnen mehr abknöpfen muss als sein deutscher Konkurrent. Dieser erhält - nur wenige Kilometer entfernt - bessere Konditionen.

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Endlose Tarifspirale im ÖV begünstigt den Individualverkehr

Dieser Blog ist im ETH-Klimablog veröffentlicht worden.

Die Diskussion um die Tarife des öffentlichen Verkehrs hat vor rund zwei Jahren so richtig an Fahrt zugenommen. Mit meinem Generalabonnement 2. Klasse bereise ich an Werk- und vereinzelt an Wochenendtagen die Schweiz. Seit der Lancierung der Tarifdebatte wird mir immer wieder vor Augen geführt, dass ich – gemeinsam mit der knappen halben Million anderer GA-Fahrgäste – für einen Fahrkilometer durchschnittlich deutlich zu wenig an das aufwändige System bezahle würde.

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Kein Rezept gegen Antibiotika-Einsatz?

Im Moment scheint es nur ein wirksames Mittel gegen den berüchtigten Feuerbrand – eine ansteckende bakterielle Erkrankung von Obstbäumen – zu geben: Das antibiotikahaltige Spritzmittel Streptomycin. Je nach Witterung und Feuchtigkeit kommt dieses Mittel nun schon seit 2007 zum Einsatz, wenn im Frühling in den befallsbedrohten Gegenden die Apfelbäume blühen. Damit kann vermieden werden, dass Bäume erkranken und zurückgeschnitten oder gar gefällt werden müssen. 

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Chance zur Korrektur der Buchpreise

Rund jede 20. Meldung zu überteuerten Importprodukten kommt von einem verärgerten Buchkäufer. Die Preise der Bücher deutscher Verlage sind nach dem Kauf direkt vergleichbar, da unter dem aufgeklebten Preisschild der Euro-Preis aufgedruckt ist. Auch im grenzenlosen Internet wird die Preisdifferenz ausgewiesen.

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Gelungener Start für gute Vorsätze!

Es ist ein weitverbreiteter Brauch, dass man sich beim Jahreswechsel neue Vorsätze überlegt. Ob sie umgesetzt werden, entscheidet sich häufig schon nach wenigen Tagen im neuen Jahr. Vermutlich ist auch die Regulationsbehörde für Finanzmärkte, die Finma, in sich gegangen und hat sich neue Ziele gesteckt. Heute hat sie gezeigt, dass sie Zähne hat und krummen Geschäften den Riegel schieben kann. Bisher haben wir solche klaren Botschaften vermisst!

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