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Der Blog von Sara Stalder

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Messbar verwirrt

2 Zentimeter dick ist die Mappe, die nach eineinhalb Stunden „Beratung“ vor mir auf dem Tisch liegt. Ein gewiefter Makler hat heute die Situation meiner Krankenkasse analysiert, um auf neue - teilweise billigere - Lösungen hinzuweisen. Diesem Treffen waren einige Telefongespräche vorausgegangen, doch begonnen hat die Geschichte mit der noch erlaubten, weit verbreiteten Telefonanwerbung.

Beim heutigen Gespräch geht’s Schlag auf Schlag. Ich halte mich absichtlich mit kritischen Fragen zurück, lasse es ohne Einwand zu, dass der Agent meinen Gesundheitsfragebogen ausfüllt und er mich belehrt, dass das Fehlen einer Patienten-Rechtsschutzversicherung unverantwortlich sei.

Meine Erwartungen erfüllen sich innerhalb der ersten Gesprächsminuten: Dieses Treffen hat keineswegs zum Zweck, mir eine günstigere Grundversicherung schmackhaft zu machen. In der dicken Informationsmappe warten hauptsächlich Unterlagen zu Zusatzversicherungen, die mir im Folgenden plausibel und mittels zweckdienlicher Beispiele mit dem Prädikat „unentbehrlich“ vorgestellt werden:
So kann ich beispielsweise für weniger als 5 Franken pro Monat eine Unfallversicherung für mein Kind abschliessen. Damit sind die Kosten für Nachhilfeunterricht abgedeckt, wenn das Kind mehrere Tage den Unterricht verpasst. Oder für lediglich 25 Franken im Monat sichere ich mir eine garantierte Auszahlung von 2'500 Franken, wenn ich mich länger als 24 Stunden im Spital aufhalte - damit ich sofort einen Bademantel oder einen neuen Pyjama kaufen könne.

Natürlich haben die Zusatzversicherungsmodule dynamische Namen und werden einer Abkürzung zugeordnet, die ich dann auf der vorbereiteten Offerte antreffe: Nebst der Grundversicherung hat mir der Versicherungsverkäufer sieben weitere Zusatzmodule aufgeführt.

Eine Prognose punkto Preis sei schwierig, höre ich, besonders weil nicht klar sei, wie sich meine jetzigen Krankenkassenprämien entwickeln werden. Trotzdem baut der Verkäufer seine Berechnungen für meine voraussichtlichen Einsparmöglichkeiten auf dieser schwammigen Basis auf.

Das Vorstellen der verschiedenen Angebote, welche der Herr aus der zentimeterdicken Mappe hervorzauberte, passiert im Minutentakt. Immer wieder verkneife ich mir ein Schmunzeln: „If you cannot convince them, confuse them!” Trotz einiger Vorkenntnisse brummt mir der Schädel nach über einer Stunde gewaltig, die Verwirrtaktik zeigt auch bei mir die gewünschte Wirkung. Je weniger ich verstehe, desto stärker wird meine Gewissheit, dass ich zukünftig nie mehr ohne Bedenkzeit einen Vertrag unterschreibe.

Übrigens: Der Filzstift, mit welchem der verkaufsgewandte Mann heute meine Offerte, meinen Gesundheitsfragebogen und das Beratungsprotokoll ausgefüllt hat, verblüffte mich: Zweimal hat der Verkäufer - schwupp - mit dem Deckel einen Verschreiber ausradiert. Meine Empfehlung an Sie: Um weitere Verwirrmanöver möglichst auszuschliessen beharren Sie darauf, dass Ihr Versicherungsverkäufer mit Ihrem garantiert nicht auslöschbaren Kugelschreiber schreibt.

Sara Stalder
Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz

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Durstlöscher in Frutigen

Die Wanderung vom Niesengipfel nach Frutigen bei strahlendem Sonnenschein greift nicht nur die Knie an, sondern auch die Kehlen. Eine gute halbe Stunde vor dem Ziel sind sämtliche Wasservorräte geleert, die Trinkflaschen der Kinder, der "Camelbag" im Erwachsenenrucksack: Keinen weiteren Tropfen Hahnenwasser lässt sich aus dem Trinkschlauch herauspressen.

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Wenn Hersteller Farbe bekennen...

Der Brief des Bundesamtes für Gesundheit BAG ist zwei Seiten lang und begründet, weshalb in der Schweiz nicht geht, was in der EU möglich ist: Süssigkeiten sollen in der Schweiz weiterhin nicht mit einem Warnhinweis versehen werden, wenn darin Azofarbstoffe enthalten sind, schreibt uns das BAG.  Das BAG zählt eine ganze Reihe von Gründen auf.

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Das grosse Dilemma

Die wilden Spekulationen haben seit heute Morgen ein Ende: Simonetta Sommaruga stellt sich als Bundesrats-Kandidatin zur Verfügung.
Eine Entscheidung, die auch unsere Organisation in grossem Mass betrifft, denn...

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Viel Geld sparen mit tiefem Euro!

Nein, dieser Appell richtet sich leider nicht an Sie, liebe Konsumentin, lieber Konsument.

Gestern erklärte der Direktor des Verbandes "Chemie Pharma Schweiz", dass bei Gesamtbetrachtung der Währungssituation und Grössenordnung der Menge an Importgütern ersichtlich wird, dass die Unternehmen mit dem tiefen Euro viel Geld sparen können.

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Für Hund und Katz und die Schweiz

Halten Sie eine Katze? Oder gar einen Hund? Dann freut es Sie sicher, dass die Migros nach dem Katzenfutter Xirah auch ein Hundefutter auf den Markt bringt, bei dem man weiss, woher das Fleisch kommt: Aus der Schweiz nämlich.

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Lehrstück KPT

Gewinnquoten von 100 und mehr Prozenten sind Sache von gewieften Börsenspekulanten - davon ging ich bis vor kurzem aus. Die KPT hat mich eines Besseren belehrt: Man kann auch als Chef oder Kaderangestellter dick einstreichen.

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Hervor-ragend!

Viele farbige Säulen und Linien beweisen es: Das Bundesamt für Kommunikation Bakom hat heute mit verschiedenen Studien, Berichten und Folien aufgezeigt, in welchem Umfeld sich die Preise punkto Telekommunikation bewegen. Fazit: die Überraschung hält sich leider in Grenzen. Auffallend in den meisten dieser Präsentationen ist die sprichwörtlich „hervor-ragende“ Rolle der Schweiz!

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Biss gefragt - mehr denn je!

Heute fallen Grenzen: die sogenannt "technischen Handelshemmnisse" bilden in vielen Fällen keinen Hinderungsgrund mehr, um Zahnpasta, Velos, Müesli, Mixer oder Abwaschmittel auf ihrem Weg in schweizerische Verkaufsregale an der Grenze zu stoppen. So gehört es seit heute der Vergangenheit an, dass beispielsweise Packungen, die in der EU zugelassen sind, für den Schweizer Markt geändert werden müssen.

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Lehrgang "Marokkanischer Bazar"

"Der Käufer kann nach Rabatten fragen" oder "Verhandeln Sie beim Kauf!": Wie oft haben Sie in den vergangenen Wochen diesen Tipp umgesetzt? Er wird seit geraumer Zeit sogar von den Anbietern selber abgegeben. Unterdessen schlingert der Euro weiter und landete heute auf knappen 1.35.

Freimütig begründet in der vergangenen Woche der Präsident von AutoSchweiz, Max Nötzli, wie der Markt spielt: Solange keine "Alarmzeichen" auf dem Schweizer Markt erkennbar sind, wird wegen des Eurosturzflugs nicht reagiert.

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